Angebote & Service

Der Aktivenkreis der LEL

Adrian
Adrian ist seit Ende 2016 Triebfahrzeugführer für E- und Dieseltraktion. An vielen Fahrtagen hat er bereits gezeigt, dass auf ihn Verlass ist. Auch in jeder technischen Frage ist er ein guter Ansprechpartner.
Basti
Sebastian ist im Begatal aktiv und packt vorwiegend beim Grünschnitt mit an. Außerdem hat er immer ein wachsames Auge auf die Bahnmeisterei Farmbeck und steht dort für Ordnung in Haus und Hof zur Verfügung.
Benedikt
Benno ist Zugführer und rangiert umsichtig und souverän. Neben den betrieblichen Aufgaben ist er maßgeblich an der Waggoninstandsetzung beteiligt und wirkt in der Rotte mit. Manchmal ist er auch als "Küchenbulle" im Speisewagen anzutreffen. 2014 wurde er außerdem zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Britta
Vom guten Service der LEL war Britta als Fahrgast so überzeugt, dass sie ein paar Tage darauf selber mit hinter der Theke im Speisewagen stand. Seitdem ist sie für den Service und Speisewagendienst bei der LEL eine wichtige Stütze. Zudem ist sie jeden Mittwochabend die freundliche Stimme am Vereinstelefon!
Christina
Christina ist im Service und Speisewagendienst eine wichtige Hilfe. Ihre freundliche Art kommt beim Fahrgast und im Arbeitskreis gut an.
Cilly
Cilly zeichnete lange Jahre für den Service und die gastronomischen Angebote im Zug verantwortlich. Durch ihren Einsatz konnte die LEL neue Kundenkreise erschließen und zusätzliche Einnahmen generieren. Auch die Mannschaft auf dem Betriebshof wurde und wird gelegentlich noch an Samstagen mittags durch ihre Kochkünste verwöhnt.
Daniel
Daniel ist Schweißfachkraft und wohnt in direkter Nachbarschaft zum Bahnhof Farmbeck. Am Jugendwaggon kann er sich voll austoben. Zudem hat er mit seinem Rasenmähertraktor den Bahnsteig an seinem Hausbahnsteig vom ersten Fahrtag an gemäht.
Fabian
Fabian ist in der LEL-Jugend aktiv und packt bei der Wagen- und Lokaufarbeitung regelmäßig mit an. An den Fahrtagen ist er eine wichtige Stütze im Servicedienst und kümmert sich um das Wohl der Fahrgäste.
Frank
Aus dem Brohltal ist Frank über die Gemeinsamkeit V65 auf die LEL aufmerksam geworden. Seitdem ist er ein regelmäßiger Besucher in Bösingfeld und ein Arbeitstier, wenn es um die Instandsetzung von Fahrzeugen oder Schienen geht. Inzwischen darf er die V65 auch auf LEL-Netz fahren.
Fritz
Fritz ist pensionierter Zugbegleiter und Fahrdienstleiter. Bei der LEL ist er Rottenvorarbeiter und mit seiner Erfahrung, gerade im Gleisbau, eine große Bereicherung. Er betreut zudem die in Farmbeck ansässigen Mitarbeiter der Euwatec, die ihn und die LEL bei Streckenarbeiten unterstützen.
Golo
Golo ist Schrankenwärter und Zugführer sowie als Justitiar Beisitzer im Vorstand. Zudem ist er für die Mitgliederverwaltung zuständig und sorgt in der Vereinszeitung "Blinklicht" für Ordnung und fehlerfreie Artikel. Sein Steckenpferd ist die Begatalbahn. Im Hintergrund führt er für Strecke und Betrieb die LEL-Signalwerkstatt.
Heiko
Eigentlich fährt Heiko in Niedersachsen Regelzüge durch die Gegend. Seit 2013 ist er auch bei uns als Lokführer eingestiegen und steht, nachdem er seine Baureihenkunde für die E- und Dieselfahrzeuge erworben hat, als Reservelokführer bei Engpässen bereit.
Ingo
Ingo kam Ende 2013 zur LEL und hat sich bereits erfolgreich aktiv im Grünschnitt und der Fahrzeugunterhaltung eingebracht. Ansonsten verfolgt er aus Hannover aufmerksam die Geschichte und Entwicklung der Eisenbahn in Lippe.
Jan-Philipp
Jan-Philipp, der fast jeden Samstag auf dem Hof in Bösingfeld aktiv ist, packt dort zu, wo Arbeit anfällt. 2015 hat er mit der Ausbildung zum Zugschaffner und Rangierbegleiter begonnen. Auch im Service ist er häufig anzutreffen.

Jochen
Jochen ist Projektkoordinator für "Jugend unter Dampf", "Smart Railway" und "Lok Lipperland" und vermarktet diese Produkte der LEL. Gleichzeitig ist er Ansprechpartner für die Bahnmeisterei Farmbeck.

Jonas
Mit Jonas hat die LEL einen weiteren jungen Aktiven dazu gewonnen, der bei der Samstagsarbeit auf dem Hof tatkräftig mit anfasst und überall hilft, wo er gebraucht wird.

Jörg
Jörg ist der Schaffner der LEL und koordiniert die Reservierungen. Ob in der Rotte, in der Werkstatt und im Service: er ist überall engagiert. Zur Zeit betreut er auch den Online-Shop der LEL.

Karsten
Der Hydraulikspezialist kommt ursprünglich aus dem Modellbau. Mit der Pflege und Wartung unseres  Zweiwegebaggers hat er eine neue Herausforderung in XXL gefunden, der er regelmäßig und zuverlässig nachkommt.

Kevin
Kevin ist Heizer und Triebfahrzeugführer für die Dieseltraktion. Als passionierter Eisenbahnfan packt er überall mit an, wo Arbeit anfällt und steht bei Not am Mann immer zur Verfügung.

Manfred
Manni ist Diplom-Ingenieur und bei der LEL Oberheizer und Spezialist in Dampflokangelegenheiten. Ohne ihn gab es keine Dampfzugfahrten! Er arbeitet am liebsten mit der Flex und ist samstags meistens schwarz im Gesicht. Getreu dem Motto "Dem Ingenieur ist nichts zu schwör" hat er auch für knifflige Probleme immer eine Lösung.
Manuel
Manuel hilft jeden Samstag fleißig auf dem Betriebshof mit. Er ist an allen Arbeiten rund um die Waggoninstandsetzung beteiligt.
Marco
Marco ist nicht nur bei der LEL, sondern auch bei den Bielefelder Eisenbahnfreunden aktiv und dort federführend an der Aufarbeitung einer Kö II beteiligt. Für Praxiserfahrung auf einer Kleinlok macht er Rangierdienste bei der LEL.
Matthias
Matthias ist Zugführer und örtlicher Betriebsleiter (öBl). Er hält die organisatorischen Fäden in der Hand, überblickt das Gesamte und wickelt viel Arbeit im Hintergrund ab.
Michael H.
Michael H. ist in Sachen Begatalbahn und als Schrankenwärter und Sicherungsposten aktiv. Er arbeitet vor allem im Bereich Grünschnitt und Streckenpflege. Außerdem ist er für die vereinseigene Fahrraddraisine zuständig.
Michael O.
Michael O. ist Werkstattleiter der vbe und Triebfahrzeugführer (Diesel- und Elektrotraktion). Er kennt alle Maschinen und deren Innenleben und weiß in kritischen Fragen diesbezüglich immer Rat. Auch am Wagenzug hat er seine "heilenden Hände" schon des Öfteren erfolgreich aufgelegt. Bei unserer MINT-Werkstatt der Entdeckungen leitet er die Schüler der Sekundarschule Nordlippe.
Nils L.
Seit 2016 ist Nils der Geschäftsführer der Landeseisenbahn. Er ist außerdem im Service, als Schaffner, Rottenkraft, Maler und Waggonschrauber aktiv. Zusammen mit Karsten kümmert er sich um den Bagger.

Paul
Paul ist derzeit jüngster Aktiver im Arbeitskreis. Gewissenhaft verrichtet er alle Arbeiten, mit denen er betraut wird.

Ralf
Rally ist Lokführer, langjähriger Heizer und Zugführer sowie Fahrdienstleiter. Er kann zudem den Kopierer reparieren und ist Spezialist für die Begatalbahn. Als Allround-Eisenbahner packt er auf dem Betriebshof immer kräftig mit an und ist seit 2014 unser 2. Vorsitzender.
Raphael
Raphael hat den Eisenbahnbetrieb bei der LEL "von der Pike auf" gelernt und ist seit 2016 als Zugführer und Rangierbegleiter tätig. Auf dem Betriebshof ist er jeden Samstag fleißiger Stammarbeiter. Bei den Fahrten ist er mit seinen schmissigen Zugdurchsagen "die Stimme der LEL". Gemeinsam mit Golo kümmert er sich auch um die Signalwerkstatt.
Rolf
Rolf ist Dipl.-Ing. und war Leiter des Versuchsfeldes am Lehrstuhl für Umformende und Spanende Fertigungstechnik an der Universität Paderborn. Er fertigte uns viele Neuteile an und überholte verschlissene Maschinen.

Sarah
Mit Sarah hat die Öffentlichkeitsarbeit bei der LEL professionelle und kreative Unterstützung bekommen. Seit 2014 wirkt Sarah an der Gestaltung von Plakaten, Broschüren etc. mit. An Fahrtagen ist sie auch im Kundenservice anzutreffen.

Simon
Simon hat über die Instandsetzung der E-Lok 22 seinen Weg in die LEL-Jugend gefunden. Mit seiner ruhigen Art hilft er fleißig bei der Aufarbeitung von Wagen mit und auch im Service macht er eine gute Figur. Seit 2016 ist er in Ausbildung zum Rangierer.

Stefan B.
Stefan ist Diplom-Musiker und bei der LEL Zugführer, Lokomotivheizer und Triebfahrzeugführer (Dampf- und Dieseltraktion). Gewissenhaft, aber doch immer für einen Spaß bereit, sorgt er dafür, dass die V65 stets wie ein "Schweizer Uhrwerk" läuft.

Stefan S.
Als Tischler unterstützt Stefan uns tatkräftig beim Innenausbau von Waggons und Gebäuden. Das Wissen des "Holzwurms" ist für uns eine große Bereicherung
Thomas
Eine große Bereicherung für das Grünschnitt-Team ist Thomas. Er ist immer gut drauf und für jeden Spaß zu haben!
Thorsten
"Das Leben ist ein Konzept!" So beschreibt der "Jugend unter Dampf"-Projektleiter Thorsten sein Wirken. Durch sein Engagement ist die LEL nun weit über Lippe hinaus bekannt.
Uwe
Der gelernte Sparkassenbetriebswirt hat 2013 seinen Weg zur LEL gefunden und unterstützt die Arbeit im Hintergrund. Im März 2014 wurde Uwe zum Kassenwart gewählt und kann seitdem sein Wissen um die Zahlen voll einbringen.

Vincent
Seit 2013 packt Vincent an allen Fahrtagen engagiert die Kamera aus und hält anschaulich das Wirken der Aktiven für Vereinsarchiv, Werbung und Internet fest.

Walter B.
Walter ist vor allem in der Rotte und beim Grünschnitt aktiv und ist als Handwerker beim Waggonausbau und -anstrich tätig. Zusammen mit seiner Partnerin Cilly hielt er außerdem lange die Fäden für den Service in der Hand.

Walter M.
Walter war ein Vierteljahrhundert lang Schrift- und Geschäftsführer und damit ein Urgestein der LEL. Er hat viel im Hintergrund gearbeitet und hilft dem Verein immer noch, wenn Logistikaufgaben zu planen oder Schriftverkehr abzuwickeln ist.
Wolfgang
Wolfgang ist Ausbildungslokführer und bekennender Liebhaber der Dieseltraktion. Für Überführungsfahrten oder sonstige Einsätze auf DB-Netz ist er der richtige Ansprechpartner.
 

Dipl.-Ing. Bernd Rehm
Herr Rehm war Geschäftsführer der vbe und ist Gründungsmitglied der LEL. Er war lange Zeit auch Eisenbahnbetriebsleiter und hat die Museumsbahn in allen Belangen unterstützt und gefördert. Ohne seinen Einsatz für die Extertalbahn wäre heute an Eisenbahnbetrieb der Landeseisenbahn Lippe nicht mehr zu denken! Wir danken Herrn Rehm für die jahrelange Unterstützung und Förderung des Museumsbahnbetriebes!

Heute ist Bernd Rehm Leiter der Fahrleitungsunterhaltung und steht uns mit Rat und Tat zur Seite.

Dr.-Ing. Reinhard Schroeder-Baumgart
Herr Dr. Schroeder-Baumgart war von 2007 bis 2012 unser Eisenbahnbetriebsleiter (EBL). In dieser Zeit ging es mit der LEL kräftig aufwärts. Gleichzeitig mit seinem Wechsel an eine andere Position trat er der LEL als förderndes Mitglied bei. Für diese fortdauernde Unterstützung der Museumsbahn sei Herrn Dr. Schroeder-Baumgart herzlich gedankt!

 

Unsere Jugendarbeit

Die LEL betreibt aktive Jugendarbeit!

Die LEL kann schon jetzt stolz sein, auf das, was sie vielen anderen Vereinen voraus hat: Eine starke Jugendgruppe!

Bei uns ist grundsätzlich jede Altersgruppe willkommen. Besonderes Augenmerk richten wir aber darauf, Jugendliche aus der Region für uns und unser Hobby "Eisenbahn" zu begeistern. Ein naheliegendes Ziel, ist doch nach wie vor der Lokführer einer der Traumberufe im Kindesalter.

Ob auf dem Betriebshof oder auf Strecke: Es gibt auch für Jugendliche immer sinnvolle AufgabenDiesen Traum können Jugendliche bei uns Wirklichkeit werden lassen! Neben einem breiten Spektrum aktiver Freizeitgestaltung weg von Computer und Langeweile besteht bei der LEL die Möglichkeit der Betriebsdienstausbildung (Mindestalter 16 Jahre, je nach angestrebtem Ausbildungsgang; die Mitarbeit im Zugservice ist altersunabhängig).

Regelmäßige Lehrgänge und theoretische Unterweisungen garantieren Arbeitssicherheit und umfassende Einblicke in die Funktionsweise der Eisenbahn, deren Präsenz in der Fläche leider heutzutage immer mehr verloren geht. Die aktive Mitarbeit an Strecke und Fahrzeugen schult den Umgang mit Werkzeugen, die manuellen Fähigkeiten und den Teamgeist. Um jeden Samstag mit dem guten Gefühl nach Hause gehen zu können, dass man etwas geschafft hat!

Die Osterfahrten sind Termine, an denen die Hilfe unserer Jugendgruppe unverzichtbar istJeden Samstag zwischen 10:00 und 17:00 Uhr stehen die Türen des Betriebshofs Bösingfeld für interessierte Jugendliche offen. Ein Besuch lohnt sich immer und unsere Aktiven beantworten gerne weitere Fragen direkt vor Ort. Berührungsängste gibt es bei uns nicht, denn der Austausch von Erfahrungen und Neuem ist ein wichtiger Baustein unserer Arbeit.

Vielleicht bringt euch ja auch eine unserer Aktionsfahrten auf den Geschmack. Einfach einsteigen!

 

Parallel dazu bietet die LEL mit dem einzigartigen Projekt "Jugend unter Dampf" im Bahnhof Dörentrup-Farmbeck ein offenes Jugendzentrum in einem alten Eisenbahnwaggon an. Unser Jugendbetreuer Horst Kurzawski erwartet euch dort jeden Donnerstag ab 16:00 Uhr für gemeinsame Aktivitäten aller Art - nicht zwangsläufig mit Bezug zur Eisenbahn.

 

Jung und alt arbeiten bei uns eng zusammen - ein Gewinn für alle

 

Für weitere Fragen stehen wir natürlich auch gerne persönlich zur Verfügung:

 

Unser Ansprechpartner für die Mitarbeit in Bösingfeld: Raphael Kahlert

Unser Ansprechpartner für den Jugendtreff "Jugend unter Dampf" in Farmbeck: Jochen Brunsiek

Die Strecken der LEL

Die Landeseisenbahn Lippe befährt zwei Strecken im lippischen Bergland: Die Extertalbahn und den Streckenabschnitt Barntrup & Lemgo der ehemaligen KBS 404, genannt Begatalbahn.

Klicken Sie auf eine der Strecken links im Menü, um mehr zu erfahren.


 

LEL und HVEEL – zwei starke Partner für die Museumsbahn

 

LEL und HVEEL

Aufmerksame Besucher und Fahrgäste der Extertalbahn werden sich möglicherweise schon einmal gefragt haben, was eigentlich „Eigentum HVEEL“ bedeutet, wie es an allen Fahrzeugen des Heckeneilzuges seitlich angeschrieben steht. Schließlich fahren sie doch mit der Landeseisenbahn – oder…?

 

In der Tat gibt es eine präzise Trennung bestimmter Aufgabenbereiche hinsichtlich der Unterhaltung und des Betriebs der historischen Fahrzeuge im Extertal und Begatal.

Der Verein Landeseisenbahn Lippe e.V. (LEL) ist dabei der Hauptveranwortliche: Eisenbahnbetrieb, Wartung, Werkstattarbeit, Streckenpflege und Außenauftritt durch Werbung und Schriftverkehr ruhen auf seinen Schultern. Über die Marke LEL läuft auch die Akquise von Mitgliedern oder Sponsoring sowie die Organisation von Veranstaltungen aller Art.

Sein Pendant, bereits im Gründungsjahr 1985 parallel ins Leben gerufen, ist der Historische Verein zur Erhaltung der Eisenbahnen in Lippe e.V. (HVEEL). Seine Aufgabe ist die Verwaltung des Fahrzeugbestandes. Der HVEEL ist Eigentümer aller historischen Schienenfahrzeuge, die für die LEL unterwegs sind – mit Ausnahme der beiden Elektroloks 21 und 22, die nach wie vor den Verkehrsbetrieben Extertal gehören und für die lediglich ein umfassendes Nutzungsrecht besteht. Die Fahrzeuge des HVEEL werden der LEL auf vertraglicher Grundlage zum Betrieb zur Verfügung gestellt.

Der HVEEL ist wegen der Erhaltung technischer Denkmäler und seines Engagements für die regionale Verkehrsgeschichte als gemeinnützig anerkannt. Insbesondere die noch immer in seinem Eigentum befindliche Dampflokomotive 93.1410 ist durch die zuständige Behörde zum beweglichen Technikdenkmal erklärt worden. Der HVEEL kann auf dieser Grundlage gegen ordnungsgemäße und steuerlich relevante Spendenquittungen Geld- und Sachspenden für seine satzungsmäßigen Zwecke entgegen nehmen. In der Vergangenheit wurden einige konkrete Projekte wie die Aufarbeitung des historischen Schnellzuggepäckwagens 105 240 für das Projekt „Jugend unter Dampf“ auf diese Weise erfolgreich finanziert. Der Verein beabsichtigt als nächstes Ziel die Werbung um Unterstützung für die Wiederinbetriebnahme der 93.1410 nach deren angestrebter Rückkehr aus dem Eisenbahnmuseum Augsburg.

 

Wenn auch Sie die ehrenamtliche Arbeit der Museumsbahner in Nordlippe unterstützen wollen, haben Sie also sogar die Wahl: Bringen Sie Ihre Arbeitskraft aktiv bei der LEL ein oder richten Sie einfach eine Spende zum Erhalt der historischen Fahrzeuge an den HVEEL!

 

Weitere Informationen:

Historischer Verein zur Erhaltung der Eisenbahnen in Lippe e.V.

Sitz:
Postanschrift:
Am Bahnhof 1
Postfach 1105
32699 Extertal-Bösingfeld          
32677 Barntrup

 

Vorstand:

Matthias Sievers, 1. Vorsitzender

Manfred Schmidt, 2. Vorsitzender

Golo Kahlert, Geschäftsführer

 

Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Lemgo, VR 472.

Die Extertalbahn

Die Extertalbahn, heute Grundlage für Netz und Betrieb der Landeseisenbahn Lippe, ist erst wesentlich später fertig gestellt worden als die damalige Reichsbahnstrecke Lage & Hameln. Dafür konnte die von Anfang an in privater Hand befindliche Nebenbahn mit für die damalige Zeit revolutionärer Ausstattung aufwarten: eine elektrische Oberleitung.

22 in BösingfeldIn den Jahren 1927 bis 1929 wurde das Extertal und damit ein großer Teil von Nordlippe in drei Abschnitten mit einer neuen Eisenbahnstrecke erschlossen. Bauherr und Betreiber war die am 24. September 1924 gegründete Extertalbahn AG, zu deren Gesellschaftern neben den anliegenden Gemeinden auch das Elektrizitätswerk Wesertal in Hameln gehörte, das zur damaligen Zeit seinen Prodktionsüberschuss sinnvoll verwerten wollte. Zusammen mit Berechnungen über den zu erwartenden Kohleverbrauch bei Steigungen von bis zu 1:42 im Streckenverlauf fiel in der Konsequenz die Entscheidung, bereits Ende der 20er Jahre eine Nebenbahn vollständig elektrifiziert in Betrieb zu nehmen und das in Norddeutschland erst zum zweiten Mal.

Die Extertalbahn AG hatte zur damaligen Zeit (bis 1967) ihren Sitz in Barntrup, folglich erstreckte sich das erste Teilstück der neuen Extertalbahn von Barntrup bis Bösingfeld (eröffnet 1927), der zweite Abschnitt verlängerte die Strecke bis Bögerhof (1928) und schließlich wurde mit dem dritten Teilabschnitt die Stadt Rinteln angebunden (1929). Dort verlief die Extertalbahn teilweise straßenbahnähnlich durch die Innenstadt.

Triebwagen in BögerhofBetriebsmittelpunkt war von Anfang an der Bahnhof Bösingfeld, wo umfangreiche Wartungs- und Betriebsanlagen sowie das für die Stromversorgung der Extertalbahn zuständige Unterwerk entstanden. 1967 zog auch der Hauptsitz der Extertalbahn AG hierhin um. Bis heute bildet der Bahnhof Bösingfeld, wenn auch inzwischen hauptsächlich für Busse und LKW umgebaut, den Betriebsmittelpunkt und Heimatstandort für die Landeseisenbahn Lippe und den Streckeneigentümer vbe.

Der ursprünglich in der Hauptsache auf der Extertalbahn geplante Güterverkehr erwies sich in den ersten Betriebsjahren als wenig ergiebig, dafür konnte aber mit dem Personentransport wesentlich mehr als erwartet verdient werden.

Fahrleitungsarbeiten in Alverdissen 1982Allerdings konnte der Schienenverkehr dem nach dem zweiten Weltkrieg zunehmenden Einsatz von Omnibussen und dem Aufkommen privater Pkw nicht lange standhalten und es kam bereits am 25. September 1966 zur Einstellung des Schienen-Personenverkehrs auf dem Teilstück Barntrup bis Bösingfeld. Der letzte Personenzug auf dem Streckenstück nach Rinteln fuhr am 29. September 1969. Die seit 1953 im Personenzugdienst eingesetzten elektrischen Triebwagen der zweiten Generation wurden von der Extertalbahn AG nach Österreich verkauft, wo zwei von ihnen noch heute Dienst tun: einer modernisiert und einer aus zwei Unfallwagen gleichen Typs rekonstruiert.

1978 bei AlmenaDer Güterverkehr in Form von Kies- und Getreidezügen erlebte nach Einstellung des Personenverkehrs insbesondere in den 70er Jahren noch einen Aufschwung, fiel aber dann aufgrund immer weiter zurückgehender Nachfrage in sich zusammen Obgleich die seit 1967 als Verkehrsbetriebe Extertal & Extertalbahn GmbH formierende Betreibergesellschaft sich in Zusammenarbeit mit den politischen Gremien der Region redlich um eine Aufrechterhaltung bemüht hat. Der letzte Güterzug über die Extertalbahn nach Barntrup und weiter über die Begatalbahn Richtung Lage rollte im Jahre 2001.

Seither dient die Extertalbahn nur noch dem Draisinenbetrieb (Abschnitt Rinteln Süd - Alverdissen) bzw. den Museumszügen der Landeseisenbahn Lippe (Abschnitt Bösingfeld - Barntrup). Die elektrische Oberleitung ist zur Zeit nur zwischen Bösingfeld und Alverdissen betriebsbereit, an einem Wiederaufbau bis Barntrup wird aber gearbeitet. Der Streckenabschnitt nach Rinteln Süd ist nicht mehr elektrifiziert und rechtlich auch nicht mehr als Eisenbahnstrecke gewidmet.

In Barntrup besteht nach wie vor Anbindung an die bis Lemgo ebenfalls im Eigentum der VBE befindliche Begatalbahn (KBS 404) und damit an das DB-Schienennetz.

22 in Barntrup

Die Begatalbahn

Die Begatalbahn ist das Teilstück Lemgo - Barntrup der ehemaligen Kursbuchstrecke 204 Bielefeld - Oerlinghausen - Lage (Lippe) - Lemgo - Barntrup - Hameln.

Die heutige Kursbuchstrecke 404 findet ihre planerischen Anfänge in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts. In Lippe wurden zunehmend Forderungen nach einer Direktverbindung der preußischen Zentren Bielefeld und Hameln bei gleichzeitiger Anbindung großer Teile des eigenen Landes laut. Noch viele Jahre sollten diese Forderungen unerfüllt bleiben, da das Land Lippe sich weder mit dem preußischen Staat über eine Finanzierung einigen konnte, noch über genug eigene Mittel verfügte, um den Bau einer Strecke der geplanten Länge zu realisieren. Als nach langen Verhandlungen bereits Anfang der 90er Jahre die erforderlichen Genehmigungen eingeholt waren, konnte wegen stadtplanerischer Probleme in Lemgo immer noch nicht mit dem Bau begonnen werden. Erst am 8. Juli 1896 wurde das erste Teilstück der von Anfang an als Nebenbahn projektierten Strecke von Lage nach Lemgo mit dem Zwischenhalt Hörstmar dem Betrieb übergeben.

Bereits vier Monate später folgte die Eröffnung des weitaus größten Teilstücks der neuen Strecke zwischen Lemgo und Hameln mit unter anderem den Zwischenbahnhöfen Dörentrup und Barntrup. Der durchgehende Zugverkehr Lage - Hameln wurde am 2. November 1896 aufgenommen und stellte gleichzeitig die letzte Erweiterung in diesem Jahrhundert dar. Der Betrieb auf dem neuen Streckenabschnitt wurde von der KPEV übernommen, so dass auch die Bahnhofsgebäude und sonstige bauliche Einrichtungen typisch preußische Züge aufwiesen.

Um die Jahrhundertwende begannen die Planungen zur Verlängerung der neuen Strecke in westlicher Richtung, über Oerlinghausen nach Bielefeld. Am 1. Oktober 1903 wurde das Teilstück vom Eisenbahn-Drehkreuz Lage bis Oerlinghausen eröffnet. Oerlinghausen erhielt seinen Bahnhof zwar vor den Toren der Stadt, der Station kam aber trotzdem die größte Bedeutung der Strecke zu, und sie ist heute der einzige reguläre Kreuzungspunkt zwischen Lage und Bielefeld und Standort des elektronischen Stellwerkes, das große Teile der Strecke überwacht.

Genau ein Jahr später, am 1. Oktober 1904, nahm die KPEV endlich den durchgehenden Betrieb nach Bielefeld auf. Die neue Nebenstrecke Bielefeld - Hameln war nun einsatzbereit und maß insgesamt 71,1 Kilometer, deren Finanzierung Preußen zum größten Teil übernommen hatte. Mit dieser Eröffnung wurde auch die letzte Postkutschenverbindung auf der Straße eingestellt - heute ist es bekanntlich oft anders herum.

Am 1. April 1920 übernahm die neue Deutsche Reichsbahn den gesamten Betrieb, doch die Strecke wurde nicht mehr erweitert. Bis zum Zweiten Weltkrieg ereignete sich an der Strecke keine weitere Besonderheit. 1945 waren sowohl der Bahnhof Lage als auch die Weserbrücke in Hameln Opfer der Bomben geworden, der sonstige Betrieb war jedoch nur wenig beeinträchtigt. Die neu entstandene Deutsche Bundesbahn nahm den Verkehr auf der jetzt Kursbuchstrecke 204 genannten Verbindung Hameln - Bielefeld wieder auf.

Die fortschreitende Elektrifizierung des DB-Netzes ging an der KBS 204 im Jahre 1975 endgültig vorbei: Lemgoer Interventionen verhinderten die Installation eines Fahrdrahtes, der nur zwischen Lage und Bielefeld installiert worden wäre, und Lemgo (- Hameln) somit vom Netz abgekoppelt oder, was aber angesichts der Auslastung undenkbar war, in einen Inselbetrieb verwandelt hätte.

In den Jahren nach 1975 begann bereits der Niedergang der Eisenbahn am Beispiel der KBS 204. Während in Lemgo bereits alle Wartungseinrichtungen und Gebäude zur Stückgutabfertigung abgebaut waren, wurde am 27. September 1980 der Personenverkehr nach Hameln eingestellt. Lemgo war von nun an östliche Endstation der KBS 204, die zwar von zwei Linien befahren wurde, aber nur wenige Zugpaare täglich aufwies. Von einem starren Taktfahrplan war in diesen Zeiten noch nicht zu reden.

Mit der Bahnreform in den 90er Jahren wurde es um die KBS 204 noch einmal lebendig. Der in den 80er Jahren endlich eingeführte Taktverkehr hatte Wirkung gezeigt und die Fahrgastzahlen ansteigen lassen. Trotzdem wurde seitens der DB an eine Wiederaufnahme des Betriebes nach Barntrup und Hameln nicht gedacht, es fand im Gegenteil ein Rückbau der dortigen Anlagen statt. 1994 wurden die beiden Streckenteile auch betrieblich getrennt: Der Abschnitt Bielefeld - Lage - Lemgo wurde fortan als KBS 404 bezeichnet, das Stück Lemgo - Barntrup (- Hameln) als KBS 404a. Seitens des neu entstandenen Verkehrsverbundes Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) und angesichts der Tatsache, dass im Rahmen der Reformen der Nah- und Regionalverkehr in die Bestellhoheit der Länder übergegangen war, wurde aber immer wieder über eine Reaktivierung der neuen KBS 404a diskutiert.
Zunächst folgte jedoch der Wechsel des Betreibers der KBS 404: Im Jahr 2000 übernahm die eurobahn (Keolis-Gruppe), die ausgeschriebenen Leistungen Lemgo - Bielefeld und Bielefeld - Rahden und fährt diese seither mit ihren Talent-Triebwagen und in gekoppelten Umläufen. DB Regio, wie der neue Unternehmensbereich der Deutschen Bahn AG für den Nahverkehr nun heißt, wurde also von der Strecke verdrängt.

Im Jahre 2001 wurden die verbliebenen Anlagen der KBS 404a Lemgo - Barntrup offiziell an die Verkehrsbetriebe Extertal übereignet; die letzten Gleisreste östlich von Barntrup in Richtung Hameln verblieben im Eigentum der DB. Diesem Akt folgte nicht etwa die Wiederaufnahme des Betriebs, sondern die sofortige Sperrung. Somit wurde auch der in den letzten Jahren immer sporadischer durchgeführte Güterzugbetrieb gänzlich eingestellt. Bis auf die 1992 sanierte Straßenbrücke in Bega waren die Gleisanlagen der KBS 404a in einem schlechten Zustand, während die KBS 404 Mitte der 90er Jahre auf 80 km/h ertüchtigt und dabei gleich "optimiert" worden war. Seither ist Oerlinghausen auch einzig verbliebener Kreuzungspunkt, vom Bahnhof Lage als Schnittpunkt mehrerer KBS abgesehen. Betriebliche Zugkreuzungen ohne Verkehrshalt sind des weiteren noch im Bereich der Bahnhöfe Bielefeld Ost und Hillegossen möglich.

Auch unter dem neuen Eigentümer VBE ist eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs von Lemgo nach Barntrup derzeit noch eher ungewiss. Obwohl vom Dezember 2006 bis zum Juli 2007 der Betrieb auf dem Streckenabschnitt von Lemgo bis zum neu geschaffenen Haltepunkt Lemgo-Lüttfeld mit großem Erfolg aufgenommen wurde, ist eine Reaktivierung bisher nicht über das Planungsstadium heraus gekommen. Ein Betrieb jenseits von Barntrup nach Hameln erscheint völlig unmöglich, da dort ein nahezu vollständiger Rückbau der Gleisanlagen stattgefunden hat. Einzig der Klüt-Tunnel ist noch vorhanden, nachdem die Weserbrücke in Hameln 2008 teilweise abgebaut worden ist. Die Brücke wurde vorher beider Zufahrtsrampen beraubt. Der Tunnel dient mit vermauerten Eingängen nur noch als Reservat für seltene Fledermäuse.

 

Golo Kahlert im Frühjahr 2009